Dkfm. Kurt Wild verstorben

27.01.2019

Ein Nachruf von Franz Kreinecker

 

Kurt wollte eigentlich Boxer werden, was seinem athletischen Körper entsprach. Sein Vater verbot ihm aber diesen Sport, darum entschied er sich für das Turnen.

 

Dabei wendet er sich an die neu gegründete UNION Leonding, dort gab es eine sehr aktive Turnerriege, die sich aus der kath. Jugend heraus entwickelt hat (Franz Mayrhofer, Josef Folger, Franz Kirchmayr, Sepp Kirchmayr, Willi Sailer, Willi Kibler)

Das waren die Anfänge des Vereinsturnens in Leonding – zur Geldbeschaffung hatte man damals auch Theater gespielt.

Dieser Gruppe schloss sich der junge Kurt Wild an; In der Folge kamen dazu: Walter Muth, Bruder Hubert Wild, Stani Bartel, Toni Bartel, Alfred Hinterberger, Egon Minich, Karl Riener, Herbert Mayrbäurl, Norbert Schuster und die Damen Gitti Mahringer, Berta Maybäurl, Renate Riener, Margit Mayrhofer, Helga Kastner, Erna Wild. Ihr legendäres Vereinswirtshaus war der Kapeller in Leonding.

Diese Gruppe stellte starke Turnerriegen und begründete eine lange Turnertradition in Leonding, die mit dem DALZ bis heute starke sportliche Akzente setzt. Seine Töchter (Gabi und Ulli) betrieben früher dortselbst den Turnsport. Auftritte bei den jährlichen Schauturnen oder bei der Eröffnung der UL-Vereinsanlage im Jahr 1967 werden den Älteren noch in Erinnerung sein.

Nach ihrer aktiven Zeit wurden Kurt Wild, Walter Muth und Stanislaus Bartel (alle Ehrenmitglieder der UL) Trainer und Vorturner für die Jugend. Als solche erlebten heutige Vorstandsmitglieder Kurt Wild als Vorturner, der besonders mit seinen vorgeführten Kraftübungen die Buben zu begeistern wusste.

Kurt Wild kam als Lehrer in der HAK Bad Aussee weg aus Leonding und wurde später in die Geschäftsleitung der österreichischen Schiffswerften AG berufen.

Der Union Leonding blieb er trotzdem auf seine Weise treu. Bei der 50 Jahr Feier 2002 arbeitete er im Festkomitee mit. Bei Festen und Jubiläen besuchte er den Verein gerne und mit Stolz – zuletzt 2017 das 65-Jahr-Jubiläum.

Den Leondingern blieb er auch als Vorstand der ÖSWAG in Erinnerung, weil er nahezu täglich aus seinem Büro in Linz zum Laufen in den Kürnberger Wald wegfuhr, um danach seine Arbeit wieder fortzusetzen. Diese sportliche Aktivität hat er bis in die Pension regelmäßig fortgesetzt, bis ihn eine langwierige Beinverletzung daran hinderte.

Kurt Wild war ein überzeugter Leondinger und ein treuer Freund der UNION Leonding, deren Ehrenmitglied er geworden ist.

Am 15.1.2019 ist er verstorben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren!