meldepflichtige Auszahlungen an Sportler und Trainer

04.05.2007

Die Mitteilungspflicht gemäß § 109a EStG Das Einkommensteuergesetz sieht eine kalenderjahrbezogene Verpflichtung zur Mitteilung von personen- und leistungsbezogenen Daten vor. Diese Mitteilungs-verpflichtung besteht, wenn natürliche Personen bzw. Personenvereinigungen bestimmte Leistungen außerhalb eines steuerlichen Dienstverhältnisses erbringen und dabei bestimmte Entgeltsgrenzen überschritten werden.

Für Sportler, Trainer, die auf Wettkämpfe vorbereiten, und Schiedsrichter, die im Rahmen eines freien Dienstvertrages tätig werden, besteht Mitteilungspflicht, wenn die Tätigkeit der Versicherungspflicht nach § 4 Abs. 4 ASVG unterliegt. Dabei sind jedoch folgende Besonderheiten zu beachten:

  • Pauschalierte Aufwandsentschädigungen bis zu € 537,78 pro Kalendermonat, welche von einem Sportverein oder –verband an Sportler, Trainer und Schieds- (Wettkampf-)richter ausbezahlt werden, sind nicht mitteilungspflichtig. Aufwandsentschädigungen bis zur genannten Höhe unterliegen nicht der Versicherungspflicht gem. § 4 Abs. 4 ASVG. Die Befreiung greift nur, wenn die Tätigkeiten nicht hauptberuflich im Rahmen eines freien Dienstvertrages ausgeübt werden. Für pauschalierte Aufwandsentschädigungen, die den Betrag von € 537,78 überschreiten, besteht Mitteilungspflicht, wobei sämtliche im Kalenderjahr ausbezahlten Beträge in die Mitteilung aufzunehmen sind.
  • Nichtpauschalierte Einnahmen von Sportlern, Trainern und Schiedsrichtern bis zu einer Grenze von € 75,-- pro Kalendermonat sind gemäß den Vereinsrichtlinien 2001 keine Einkünfte. Es wird unterstellt, dass bis zur Höhe dieser Einnahmen Betriebsausgaben oder Werbungskosten anfallen.
  • Bloße Kostenersätze stellen keine Einkünfte dar, wenn die in den Vereinsrichtlinien 2001 genannten Grenzen (€ 26,40 bzw. € 13,20 für Verpflegungskosten, Kosten des Massenbeförderungsmittels zuzüglich eines Reisekostenausgleichs von € 3,-- bzw. € 1,50 ) nicht überschritten werden.
Die betraglichen Grenzen für die Mitteilungspflicht (€ 450,-- für jede Einzelleistung bzw. € 900,-- Gesamtentgelt pro Kalenderjahr) sind daher ohne Einbeziehung von Auszahlungen, die entsprechend den Vereinsrichtlinien 2001 zu keinen Einkünften führen, zu ermitteln.